“Christen unserer Welt”
Für unser Verkleidungsfest im Februar starteten die Vorbereitungen schon Wochen vorher: In der Kinder-Bibel-Zeit sprachen wir mit den Kindern darüber, dass es Christen auf der ganzen Welt gibt. Wir gingen auch der Frage nach, was Christsein bedeutet.
Nachdem wir darüber gesprochen hatten, dass Jesus seine Jünger in die Welt sandte, bastelten wir Flaggen der Länder, in denen heute Christen leben. Die Kinder bemalten sie, schnitten sie aus und verbanden sie mit Schnüren zu bunten Girlanden. Auch Weltkugeln und Kreuze wurden ausgemalt und verziert. Dank der vielen fleißigen Kinderhände entstand eine schöne Dekoration.
Nun war es endlich so weit. Die Kinder und Erzieherinnen kamen passend zum Thema verkleidet in die Kita. Am Eingang trat jeder durch einen Regenbogenvorhang. An einer Tafel hingen Begrüßungen in verschiedenen Sprachen. Drei große Plakate mit Flaggen und Zahlenangaben veranschaulichten, wie viele Christen in den verschiedenen Ländern leben. Überall hingen die gebastelten Flaggengirlanden, Weltkugeln und Kreuze. Um den Weg der Jünger bei ihrer Entsendung in die Welt nachzuempfinden, klebten in der ganzen Kita “Fußspuren” auf dem Boden.
Als sich dann alle Kinder im Bewegungsraum versammelt hatten, ging es in der kindgerechten Andacht noch einmal darum, wie die große Zahl der Christen unserer Welt entstanden ist. Wir sangen die Lieder Er hält die ganze Welt in seiner Hand und Gott hat alle Kinder lieb. Die Schulanfänger führten eine musikalische Aufführung auf, die sie mit der Musikpädagogin einstudiert hatten. Anschließend wurde das Fest eröffnet.
Bevor sich alle aufmachten, um den Fußspuren zu folgen, stärkten wir uns an dem reichhaltigen Buffett, das Köstlichkeiten aus verschiedenen Ländern bot. Gut gestärkt entdeckten die Kinder dann die verschiedenen Angebote: In einem Gruppenraum wurden Perlenarmbänder und Schlüsselanhänger mit christlichen Worten gebastelt, im Atelier verzierten die Kinder Herzen und Kreuze aus Tonkarton, in einem Schlafraum fand ein Musikangebot statt, der Essraum bot zwei Schminkstationen – eine, um sich schminken zu lassen, eine zweite, um sich selbst zu schminken, und im Bewegungsraum gab es eine Tanzparty.
Es war ein fröhliches Fest für alle. Da sich die Kinder so über die Dekoration freuten, ließen wir sie nach dem Fest noch eine Woche hängen. Jeden Tag entdeckten sie wieder andere Flaggen, Weltkugeln oder Kreuze, die sie bemalt hatten. Noch längere Zeit wollten die Kinder Perlenarmbänder und Anhänger basteln. An vielen Rucksäcken liest man nun die Worte Glaube, Hoffnung, Liebe, Freundschaft, Gott, Jesus, oder Gott liebt mich, und die Kinder tragen diese mit Stolz. So bleibt die Erinnerung an das Fest, aber auch an unseren Glauben, der uns täglich trägt und leitet.
Petra Grauer
Erzieherin